Kurzliner

Dieses Verfahren verfügt über eine DIBt-Zulassung mit der Zulassungsnummer Nr. Z-42.3-453. Bei diesem Teilstück-Sanierungsverfahren, auch Kurzliner genannt, wird eine mit Reaktionsharz durchtränkte Glasfasergewebematte, welche auf die entsprechende Nennweite dimensionierten Sanierungspacker gewickelt und mittels Luftschiebestangen an den schadhaften Sanierungsbereich geschoben oder mithilfe eines Seils gezogen.

Kurzliner Verfahren

Die Ermittlung der exakten Position der Schadstelle erfolgt durch eine im Vorfeld durchgeführte Inspektion mit TV-Kamera. Dann wird der Sanierungspacker (Gummiblase) stufenweise mit Druckluft beaufschlagt. Durch die Ausdehnung des Packerkörpers wird die imprägnierte Glasfasergewebematte kraftschlüssig an die Rohrinnenwand gepresst, wobei das überschüssige Reaktionsharz in die Schadstellen eindringt und so dauerhaft zu einem statisch selbsttragenden System aushärtet.

Da der Schadensbereich ganzflächig durch die ausgehärtete Glasfasergewebematte überdeckt wird, stellt das „Rohr in Rohrsystem“ kein Abflusshindernis dar und hält den hydraulischen Anforderung stand. Die Aushärtung der mit Reaktionsharz getränkten Glasfasergewebematte erfolgt kaltaushärtend gemäß den Verarbeitungshinweisen. Hierbei ist zu beachten, dass die erforderlichen Aushärtezeiten abhängig von der jeweiligen Kanalatmosphäre ist.

Nach dem Aushärteprozess wird die Druckluft aus dem Sanierungspacker abgelassen und aus der Rohrleitung gezogen. Der sanierte Bereich ist abschließend mittels einer TV-Kamerabefahrung aufzunehmen und zu dokumentieren. Die Dichtheitsprüfung erfolgt gemäß DIN EN 1610.